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Vereinsnachrichten und Veranstaltungsberichte

Non Tacet (Celler Akkordeon Club) – “Astor Piazolla – Das Revival” (26.10.2019)
29. Oktober 2019 in der Celleschen Zeitung
Hans-Herrmann Thielke – “Immer” (28.09.2019)
01. Oktober 2019 in der Cellschen Zeitung
Frank Grischek – “Hauptsache, wir sind zusammen.” (21.09.2019)
25. September 2019 in der Celleschen Zeitung
Theater Tandera – “Hans, Hilde und ein bisschen Zwerg” (15.09.2019)
16. September 2019 in der Celleschen Zeitung
Neue Jazz Initiative Celle – “Jazz Session” (30.08.2019)
03. September 2019 in der Celleschen Zeitung
Mitgliederversammlung vom 28.08.2019
01. September 2019 in der Celleschen Zeitung

Umbau im Sommer

Im Sommer 2019 haben wir einen Umbau der Superlative gemacht. Kunst & Bühne im frischen, jungen Look. Wir haben eine neue Bühne besorgt, unsere Licht- und Tontechnik besser ausgestattet, die Räume frisch gestrichen und die Künstlergaderobe frisch eingerichtet.

Melange aus Nostalgie und Spaß am Tanzen

Ein bisschen Gummiknie, ein bisschen Schmittchen Schleicher – es sieht auf jeden Fall nach Spaß aus, wenn Swing-Tänzer dieses „Bouncen“ üben.

Foto: Ein bisschen Gummiknie, ein bisschen Schmittchen Schleicher: Celler im Lindy-Hop-Fieber
Ein bisschen Gummiknie, ein bisschen Schmittchen Schleicher: Celler im Lindy-Hop-Fieber Quelle: Doris Hennies

Der Verein Kunst & Bühne hatte zu einem weiteren „Bewegten Sonntag“ in das Celler Kulturlokal eingeladen – diesmal zu Lindy Hop mit der Band „Die kleine Swingbrause“ – und beinahe 50 Neugierige und Tanzbegeisterte waren gekommen, nicht nur um in Nostalgie zu schwelgen .

Nur ein paar Grundschritte nötig

Mit dem „Bouncen“ wird der Swing-Rhythmus in Bewegung umgesetzt. Die beiden „Fachfrauen“ Wiebke und Mirjam aus Hannover lassen dieses „in den Knien federn“ erst einmal trocken und dann zu langsamer Musik vom Band versuchen. Dazu kommen noch die beiden Grundschritt-Folgen: Back-Stepp und Triple-Stepp und schon kann´s losgehen mit dem Lindy-Hop – dem wilden Tanzstil aus den 1930er Jahren in den USA, der als Vorläufer der Tänze Jive, Boogie-Woogie und des akrobatischen Rock ’n’ Roll gilt.

Gemischtes Völkchen auf dem Parkett

Die ersten Versuche wirken noch ein bisschen steif, aber dann wird’s immer lockerer. Das erkennt man auch an den fröhlich-entspannteren Gesichtern. Ein sehr gemischtes Völkchen hat sich da in Kunst & Bühne eingefunden – darunter auch viele Paare in den besten Jahren. Hier mischen sich Jugenderinnerungen mit nostalgischer Wiederentdeckung. Lindy Hop liegt voll im Trend und hat längst die Tanzschulen und -Lokale in den großen Städten erobert. Anhänger dieses Tanzstils nutzen jede Gelegenheit, ihre Lieblingsbeschäftigung auszuleben. In Celle fanden sich an diesem Nachmittag Menschen aus Braunschweig, Hannover und Magdeburg, ja sogar Gäste aus England und Oklahoma (USA) ein.

Lindy Hop ist angesagt

Ein Grund für die wachsende Begeisterung am Lindy Hop: Es ist eine sehr kommunikative Angelegenheit und man kann als Paar, aber auch alleine an sein Tanzvergnügen kommen. Diesen Swing tanzt man zwar zu zweit, dafür jedoch findet sich zusammen, was sich eben ergibt. In der Regel wird nach jeder ersten oder zweiten Runde getauscht. Dann ist es auch egal, ob Mann auf Mann oder Frau auf Frau zusammentrifft – es wird einfach getanzt. Deshalb gibt es keine Herren- und Damenschritte, sondern nur die Position des Leaders und des Followers – die gleiche Grundschrittfolge, nur spiegelverkehrt.

Ganz Kunst & Bühne swingt

Nach dem Warming up mit Louis Armstrongs „In Heaven“ vom Band, übernimmt die Live-Band die Bühne und den musikalischen Part. Die drei Jazzmusiker Matthias Köninger (Gesang und Klavier), Heinrich Römisch (Kontrabass) und Götz Baumgarten (Drums) (manchem Jazz-Session-Fan in Celle schon bekannt) haben sich als „Die Kleine Swingbrause“ dem Stomp,Clap und Bump verschrieben und lassen es ordentlich oldtime-jazzen. Ganz Kunst & Bühne swingt. So präsentieren auch die fortgeschrittenen Lindy-Hopper schon mal ihre Moves und Figuren – und geben Tipps und Tricks an die Neulinge weiter. Denn auch das gehört wie selbstverständlich zur tanzbegeisterten Lind-Hop-Gemeinschaft: Man nimmt Unerfahrene immer mit beim kontinuierlichen Partnerwechsel. Drei Stunden Hör- und Tanzvergnügen später war noch immer kein Ende in Sicht. So mancher hat sich vom Lindy-Hop-Fieber anstecken lassen.

Von Doris Hennies 20.02.2019 Cellesche Zeitung