Eröffnungsspektakel

Eröffnungsspektakel

Kunst & Bühne platzt aus allen Nähten – mit einem rahmensprengenden Programm

Am Samstag, den 18.01.2020 gab Kunst & Bühne mit einem ganz besonderen Programm, dem „Eröffnungsspektakel“, Auskunft darüber, was im kommenden Jahr die Besucher erwarten wird. Insgesamt 9 unterschiedliche Künstler haben den Abend gefüllt und das Publikum restlos begeistert.

Pedro Prüser alias Hausmeister / Facility Manager Heinrich Bloch übernahm die Moderation. Zu Beginn befragte er das Publikum, von wo sie herkamen und ob sie freiwillig oder auf Bitten eines anderen gekommen sind. Es stellte sich heraus, dass die Häfte von auswärts kamen (Hamburg und Hannover wurden genannt). Aus Datenschutzgründen empfiehlt der Facility Manager die Arme vor das Gesicht zu nehmen, falls man nicht fotografiert werden wolle. Weil die Künstler den jungen Verein unterstützen möchten, treten sie in diesem besonderen Rahmen auf. Er führte durch den Abend mit kleinen Anekdoten über den Pümpel und gelungenen Überleitungen zwischen den Acts. Besonders imponiert hat der Einfallsreichtum über die Verwendung von Pümpeln. So hat er bspw. den Pümpel Paul geschaffen, eine Pümpel-Bauchrednerpuppe. Aber auch seinen Wortwitz teilte er mit dem Publikum. „Eine fade Made – aß Marmelade – bis sie einen Apfel aß – dann biss sie ins Gras.“ Er zeigte sich aber auch gern als Gentleman: Spielte für die Crazy O´Ladies den wandernden Spiegel oder half ihnen von der Bühne.

Crazy O´Ladies in Action

Crazy O´Ladies, die Tänzerinnengruppe um Gisa Borchert-Schrader, brachten mit ihren über 1000 Jahren Schwung auf die Bühne. Mit dem Tanz zu „Der Mann ist das Problem“ von Udo Jürgens nahmen sie Kritik an Männer wie Erdogan oder auch Trump. Mit viel Attitude zeigen die Damen, was sie von diesem selbstherrlichen Geschlecht halten. Zum größten Teil tanzten sie synchron, aber hier und da zeigte sich auch mal einige kleine Patzer, die das Publikum gern übersah. Die Leiterin tanzte mit voller Begeisterung und einem Esprit, den man häufig bei jüngeren Tänzerinnen vermisst. Mimik, Bewegung und auch der Gesang war immer gut getimed und in sich stimmig. Den übrigen Tänzerinnen sah man das leuchtende Glänzen in den Augen und die Freude an der Bewegung und speziell am Tanzen an.

Jürgen Meyer und Andrzej Barlog besuchten mit dem Lied von Ulrich Tukur das „Steinhuder Meer“. Das geistreiche und humorvolle „Veronika, der Lenz ist da!“ von den Comedian Harmonists lies das Publikum schelmisch lachen. Jürgen Meyer zeigte Bill Ramseys „Zuckerpuppe“ ausdrucksstark und galant. Mit vollmundiger Stimme und starker Mimik und Gestik verstand Jürgen Meyer es, die Herzen des Publikum für sich einzunehmen. Nach der Pause – der 2. Auftritt. Die beiden nahmen die Besucher mit auf eine musikalische Zeitreise. Mit „Ich breche die Herzen der stolzesten Frauen“ von Heinz Rühmann reisten die Besucher in die 30er Jahre zu dem Kultfilm „Fünf Millionen suchen einen Erben“ zurück. Udo Jürgens „Schenk mir noch eine Stunde“ bringt sie in die 90er. An den „kleinen, grünen Kaktus“ der Comedian Harmonists können sich viele noch an die eigene Schulzeit erinnern.

Bryan mit seiner Tochter Jette Pollmann

Bryan Pollmann verwendete den Mob vielseitig, mal als Tanzpartner mit anzüglichem Tanz, mal als Taktgeber oder auch als Cheerleader-Prop. Die Matrosen Bryan und Jette Pollmann schrubbten das Deck und zeigten eine atemberaubende Show. Was für ein eingespieltes Team! Denn seinne 11-jährige Tochter Jette stemmt ihn mit einer Leichtigkeit hoch, veranlasst ihn zum Purzelbaum schlagen und wirbelt ihn herum. Ein wenig erinnert sie den Betrachter an Pippi Langstrumpf.

Martin Kleemann und Roland Epp von der Deutschrock-Band Kleemann

Martin Kleemann (Frontsänger) und Roland Epp betraten mit 20 Jahren Band-Geschichte die Bühne und brachte das Publikum zum Nachdenken. Wie mit dem Titel „Pläne ohne Seele“ vom Album „Land des Lächelns“. Die Suche nach der inneren Freiheit, die einige Menschen schon verloren haben. Pläne, die gefasst werden, ohne dass der Mensch wirklich dahinter steht, nur um den Gepflogenheiten der Gesellschaft zu entsprechen. Stimmlich kommt der Frontsänger nah an Herbert Grönemeyer aber auch an den Frontsänger Hartmut Engler von Pur heran. Ihre Songtexte sind leicht melancholisch und kündigen den inneren Aufbruch an.

Weltpremiere: Freifahrt. Der Protagonist stellte sich ein Reisenrad vor die Tür, um sich zu belohnen. Zu Beginn nutzt er dies nur für sich und fühlt sich dabei einsam. Mit großen Augen bestaunt träumte er damals von Freifahrten. Dann lädt er Freunde ein, bei ihm kostefrei zu fahren. Als Gegenleistung: Geschichten über ihr Leben. Nun ist sein Leben viel reicher geworden und sein Herz beginnt wieder zu schlagen vor Glück. Beide Sänger boten ein gelungenes Crossover mit „Schöner, armer Gigolo“.

Brian Polmann und Miriam von der Neut bei ihren gewagten Balance-Akten

Bryan Pollmann und Miriam van der Neut zeigten in einer Premiere eine ungewöhnliche Jonglage mit akrobatischen Einlagen. So steppte Bryan in der Ecke mit einem Kronleuchter auf dem Kopf und Miriam verführte das Publikum mit ihrem Lächeln und ihrer geschmeidigen Art. In einzelnen Passagen zeigten die beiden auch ihr tänzerisches Können auf. Nach weiteren Auftritten der Musiker und Sänger folgte eine weitere Aufsehen erregende Darbietung durch die beiden Akrobaten. In einer U-Bahn-Schlange bleiben zwei Menschen stehen und beginnen zu tanzen. Mit raumgreifender Akrobatik, Charme, Witz und vielfältigen Balance-Figuren erobern sie das Publikum im Handumdrehen.

Zum Abschluss haben alle Künstler gemeinsam mit dem stehende Publikum „Ein Freund, ein guter Freund“ der Comedian Harmonists gesungen. Ein kleines persönliches Highlight gab es noch: Ein Paar feierte seinen 7 jährigen Hochzeitstag und der Ehemann um Mitternacht auch noch seinen Geburtstag.

Ein wichtiger Hinweis:

Für alle, die keine Karte mehr ergattern konnten. Alle Künstler treten im Verlauf des Jahres wieder in Kunst und Bühne mit ihrem Solo-Programm auf und zum Jahresabschluss wird es noch ein Spektakel geben. Der Abend war äußert vielversprechend und ein aufregendes Jahr in Kunst und Bühne hat gerade begonnen.

Diese Abwechslung: erfrischend und für jeden Geschmack was dabei! Mir persönlich haben Martin Kleemann und Roland Epp sehr gut gefallen. Ich mag Singer-Songwriter.

Gast

Das Eröffnungsspektakel ist Ihnen und Ihrem Team voll geglückt. Es war ein schöner Abend.

weiterer Gast

Wer sich gerade ärgert, weil er nicht dabei sein konnte, kann sich freuen. Aber auch wem der Abend gefallen hat und mehr möchte, kommt noch auf seine Kosten.
Denn 1. Alle Künstler diesen Abends werden mit einem Solo-Programm in diesem Jahr wieder auftreten.
Und 2. Es ist für Ende diesen Jahres ein Jahresendspektakel geplant.
Also: Augen auf! Da kommt noch einiges auf Sie zu!

Brigitte Hildebrand – Programm

3 thoughts on “Eröffnungsspektakel”

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